An einem Samstag im August 2009 traten meine Freundin und ich endlich den heißersehnten Urlaub an. Das Wetter war schön und nach ein paar Besorgungen beim naheliegenden Supermarkt ging es dann endlich los. Start war Hamburg und bis zum Abend haben wir es über die Niederlande bis nach Belgien, etwa 100 KM vor Frankreich geschafft.
Wir übernachteten in unserem VW t4 Bus auf einem Parkplatz vor einem Kino, um am Morgen die Reise bis nach Merlin Mont (Berck, Merles-Bains, Boulogne-sur mer) an der Opalküste zu gelangen. Die Opalküste (Cote dÓpale) in Frankreichs Norden beginnt südlich von Calais am Ärmelkanal und reicht bis zur Mündung der Somme. Die Opalküste ist ein wunderschönes Naturgebiet und gilt als echter Geheimtipp in Sachen Urlaub für Wasserratten aller Art. Der 140 Kilometer lange Küstenstrich im Département Nord-Pas-de_Calais steht vom Bekanntheitsgrad klar im Schatten der bekannteren Regionen wie etwa der Normandie oder der Bretagne in Frankreichs Norden. Die Strände und zahlreichen, wunderschönen Dünen sind selbst am Wochenende fast menschenleer. Die Häuser an der Promenade von Mer-les-Bains strahlt mit Ihren bunten Häusern in der Abendsonne.
Am Abend hatten wir in Berck einen Campingplatz direkt hinter den Dünen gefunden (Name: Irgendetwas mit … sur mer). Für unseren t4 inkl. 2 Personen waren knapp 15 € für eine Nacht fällig. Hier waren die sanitären jedoch grauenhaft. Und so wie es aussah, benehmen sich auch die Leute. Wurde in den Duschen geschrien, Kinder bewarfen sich mit nassen Sachen und Licht gab es auch keines, daher war Duschen im Dunkeln angesagt. Nachdem mehreremale Gegenstände gegen meine Tür geflogen sind und sogar leere Flaschen in meine Duschkabine flogen, reichte es mir. Ich bin raus um für ein angemessenes Maß für Ruhe zu sorgen. Es funktionierte zunächst, jedoch nur mit kurzer Wirkung. So einen Campingplatz hatten wir schon lange nicht mehr erlebt, von den Klos ohne Brillen ganz zu schweigen.
allen Grund, die Reise am nächsten Morgen weiter in Richtung Normandie und Bretagne fortzuführen. Vor allem auch wegen der Wellen, die am Ärmelkanal eher spärlich sind und denen der deutschen Nordsee ähneln.
Wir peilten also erstmal St. Malo an. Im Internet hatte ich recherchiert, dass sich der Plage du Sillon (Breakbeach) gut zum Wellenreiten eignen sollte. Um in den Genuss von Internet zu kommen, sind wir mit unserem Laptop übrignds immer zu Mc Donalds gegangen. In ganz Frankreich gibt es dort kostenloses WiFi (Wlan), wirklich hervorragend. Bei einem ausgiebigen Frühstück konnten wir so “connected bleiben”. Saint Malo ist wirklich eine Touristenhochburg und sämtliche Hotels waren ausgebucht. Zur Abwechslung wollten wir mal eine Nacht im Hotel übernachten, aber keine Chance. Dann sind wir durch Zufall über eine Brücke (über den Hafen) in den Nachbarort Dinard gelangt. Hier fanden wir einen schön wirkenden Campingplatz. Da die Duschen rund um die Uhr geöffnet waren, nutzen wir die Gelegenheit um uns hier gleich mal zu duschen. wirklich toll die Sanitären Anlagen. Am nächsten Morgen bekamen wir dann auch glücklicherweise auch einen Platz:
Meine Campingplatz Empfehlung St. Malo/ Dinard Nordfrankreich:
Camping Municipal du Port Blanc (***drei Sterne)
Rue du Sergent Boulanger
35800 DINARD – www.camping-port-blanc.com Hier waren pro Nacht 18 Euro für einen sehr großzügigen Platz inkl. Auto/ Wohnwagen und 2 Personen fällig. Die Sanitären Anlagen waren top und rund um die Uhr geöffnet. Das Personal (Empfang) war sehr nett und auf dem gesamten Campingplatz herrschte eine angenehme Atmosphäre.
Plage de Goulien und La Palue auf der Halbinsel Crozon/ Bretagne
Nun war fast die erste von unseren Zwei Wochen um und auch in Dinard St. Molo war nicht wirklich viel los, was die Wellen anbetraf. Nun war es an der Zeit, unseren Joker zu ziehen. ein Geheimtipp von unseren Nachbarn, die sich mit Wellenreiter Gebieten in Frankreich bestens auskennen: Die halbinsel Crozon, die wie ein Hamer in den offenen Atlantik ragt.
Ist man auf der Halbinsel Crozon angekommen, empfilet es sich, die Insel und sämtliche Strände ordentlich zu erkunden. Hier ein Link zu den Stränden…
Der Plage de Goulien wurde schnell zu unserem Lieblingsstrand, andem wir die meiste Zeit in unserem Crozon-aufenthalt verbracht haben. Direkt am Plage de Goulien fürt eine Straße vorbei… Einmal langgefahren und schon will man dort bleiben, weil alles passt. Der Strand La Palue, etwa 6 km weiter südlich vom Plage de Goulien hat uns Wellentechnisch nicht sonderlich zugesagt. La Palue wirkt ein wenig prolliger und die Wellen waren oft sehr unsauber (Kappelwasser). AM Plage de Goulien kamen die Wellen sehr sauber rein. Zwar waren die ersten Tage hier nicht viel los, aber es waren immer perfekte Übungswellen, vor allem für Longboard-Wellenreiter. Aber dann wurde es zunehmend heftiger. Jeden Tag waren die Wellen ein Stück weit größer, so dass es schon ein richtiger Kampf wurde, raus aufs Wasser, hinter die Brecher zu gelangen. Man muss ein wenig aufpassen und sollte nicht zu nah an die Felsen links kommen. Am Plage de Goulien ist Baden offiziell erlaubt, im Gegensatz zum Plage La Palue. Hier ist Baden aufgrund der relativ starken Strömung verboten. Aber jeder gehrt dort trotzdem rein. Dennoch ist La Palue eher etwas für fortgeschrittene, die sich mit Strömungen auskennen. Nachdem die Wellen nun wesentlich heftiger waren, haben wir uns nochmal am La Palue umgesehen, aber immernoch Kappelwasser, kein Vergleich zu den sauber hereinkommenden Wellen am Plage de Goulien. Am Plage de Goulien kann man perfekt mit einem Bus oder Wohnmobil stehen. Am Abend wird der Parkplatz recht leer und man hat ausreichend Platz. Leider gibt es in Frankreich keine Duschen an den Stränden, so wie man es aus Spanien kennt. Daher entschlossen wir uns, auf Crozon einen Campingplatz zu suchen. Wir wurden fündig und quartierten uns auf dem Platz Camping les Bruyères ein. Dieser Campingplatz scheint noch recht neu zu sein und da er nicht direkt am Meer liegt, war er auch nicht sonderlich überlaufen. Man muss also mit dem Rad oder dem Auto die fünf Minuten zum LA Palue oder Plage de Goulien fahren. Wem das nichts ausmacht, der genießt hier unglaublich viel Platz, viel Ruhe und sehr gepflegte sanitäre Anlagen.
Meine Campingplatz – Empfehlung auf der Halbinsel Crozon (südlich von Brest):
Camping Les Bruyères (**)
Le Bouis
29160 Crozon – Morgat
Tel.: 02.98.26.14.87 (Kosten: Pro Nacht zahlten wir inkl. Bus t4 oder auch Wohnmobil und 2 Personen 14,40 €)
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